Zentrum für wirtschaftspolitische Forschung ZWF

Forschungslandkarte 2017–2020

Forschungsschwerpunkt: Wirtschaftspolitik

 

Angesiedelt an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Politik befasst sich die wirtschaftspolitische Forschung mit den staatlichen Massnahmen zur Beeinflussung und Steuerung des Wirtschaftsgeschehens, dem Verhalten wirtschaftlicher Akteure (Unternehmen und Haushalte) und den Auswirkungen der Wirtschaftspolitik auf die Gesamtwirtschaft, auf einzelne Branchen und Regionen.

 

Die wirtschaftspolitische Forschung des ZWF ist anwendungs- und lösungsorientiert und zur Hauptsache auf Fragestellungen und Probleme ausgerichtet, die den alpinen Raum betreffen. Das verlangt Forschungsschwerpunkte, welche den vielfältigen Herausforderungen gerecht werden und sich gleichzeitig auf die wesentlichen Einflussgrössen fokussiert. Deshalb konzentriert sich das ZWF auf die eng miteinander verknüpften drei Forschungsfelder.

 

Forschungsfeld «Regionalentwicklung»

 

Mit Blick auf die Entwicklung von Branchen und Regionen und angesichts des internationalen Standortwettbewerbs interessiert, wie wirtschaftliche, politische und infrastrukturelle Rahmenbedingungen zur Entfaltung unternehmerischer Leistungen beitragen und wie hierzu forschungsbasiert Wirkungen erkannt und Empfehlungen abgegeben werden können, insbesondere mit Fokus auf den alpinen Raum. Das Interesse gilt – neben der Analyse wirtschaftlicher Verflechtungen – Untersuchungen über Strukturwandel und Veränderungen der Schlüsselfaktoren (Arbeit, Kapital, Technologie) sowie der Entwicklung von privatwirtschaftlichen und staatlichen Handlungsstrategien auf der entsprechenden Entscheidungsebene. Dies dient der Herleitung von Handlungsempfehlungen für Politik, Unternehmen und Branchenverbände.

 

Forschungsfeld «Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik»

 

Mit Blick auf die Entwicklung in heterogenen und peripheren Regionen interessiert speziell die Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften, um hiermit wertschöpfungsstarke Aktivitäten zu ermöglichen. Gleichzeitig ist die Sozialpolitik ein wichtiger Eckpfeiler zur Sicherstellung der Gleichwertigkeit von Lebensräumen und regionalen Prosperität. Zentrale Bedeutung zur Förderung der Kohärenz von Lebensbedingungen und Vermeidung extremer Einkommensrisiken und -disparitäten erlangen dabei die Ausgestaltung der regionalen Arbeitsmärkte und der sozialen Sicherungs- und öffentlichen Ausgleichssysteme.

 

Forschungsfeld «Energieökonomie»

 

Das Energiesystem steht nach dem beschlossenen Ausstieg aus der Kernenergie und den gelichzeitig zu verfolgenden klimapolitischen Zielen vor einem bedeutenden Umbau, welche es auf nationaler wie regionaler Ebene sorgfältig zu analysieren und planen gilt. Damit verbunden stellt sich die Frage, wie die «Energiewende» und die unterschiedlichen Handlungsoptionen aus regionalwirtschaftlicher Sicht zu beurteilen sind. Dies erfordert Untersuchungen über die wirtschaftlichen Zusammenhänge zwischen Energiewirtschaft, Regionalwirtschaft und einzelnen Branchen sowie des Einflusses von technologischen Veränderungen (Digitalisierung, neue Informationstechnologien). Mit besonderem Blick auf Bauwirtschaft und Tourismus stellt sich die Frage nach den Chancen und Herausforderungen, welche die «Energiewende» für diese beiden Branchen mit sich bringt.

Leiter Zentrum für wirtschaftspolitische Forschung

Hediger Werner, Prof. Dr.oec. publ.
Tel. +41 81 286 37 33
Fax +41 81 286 39 51
werner.hediger@htwchur.ch
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