Industrie 4.0 KTI-Projekt

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Zwischenbericht: Digitale Transformation mehr als nur "smart"

(2016/10) Die ersten Resultate des KTI-Forschungsprojekts «Digitalisierung und Vernetzung der Wertschöpfungskette: eine strategische Roadmap» zeigen: Auf dem Weg zur Industrie 4.0 gibt es noch einiges zu tun! Denn die digitale Transformation bedeutet für Industrieunternehmen weit mehr als Investitionen in die "smarte" Fabrik. Lesen Sie hier das Executive Summary.

KTI-Projekt: Digitalisierung und Vernetzung der Wertschöpfungskette: eine strategische Roadmap

Die Potenziale der Digitalisierung und Vernetzung erkennen ist der erste Schritt in Richtung Industrie 4.0. Ein Forschungsprojekt der HTW Chur und der Universität St.Gallen zeigt auf, wie dieses Potenziale identifiziert und anhand von geeigneten Massnahmen umgesetzt werden können.

 

Die Digitalisierung und Vernetzung der Wertschöpfungskette stellt für Unternehmen eine der grössten Herausforderungen dar. Gleichzeitig bieten sie ihnen aber auch die Chance, Wettbewerbsvorteile zu erlangen. Ein von der Kommission für Technologie und Innovation (KTI) gefördertes Forschungsprojekt der HTW Chur und der Universität St.Gallen verfolgt das Ziel der Erarbeitung einer Industrie 4.0 Roadmap für Schweizer Industrieunternehmen.

 

Die Auswirkungen der Digitalisierung und Vernetzung sind weitrechend. Beispielsweise entstehen durch den anhaltenden technologischen Fortschritt immer mehr Daten entlang der Wertschöpfungskette in digitaler Form. Maschinen werden mit Sensoren ausgestattet und an einheitliche Softwareplattformen angebunden. Transaktionen werden digitalisiert, Daten auf neue Weise erzeugt und analysiert und einzelne Objekte, Menschen und Aktivitäten miteinander vernetzt. Diese Veränderungen beeinflussen, wie in Zukunft Erträge generiert werden. Aufgrund der Digitalisierung und Vernetzung entstehen Möglichkeiten für neue Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsmodelle.

Der Begriff Industrie 4.0 wurde vor allem durch die Initiativen aus Deutschland geprägt. Grundlage der Diskussionen bilden die Potenziale der Digitalisierung und Vernetzung. Ein gemeinsames Verständnis ist weder in der Industrie, in der Wissenschaft noch in der Beratung vorhanden. Auch im Unternehmen selber wird Industrie 4.0, je nach Funktion und Aufgabenstellung, unterschiedlich definiert. Eine gemeinsame Industrie 4.0 Vision ist folglich schwierig umsetzbar.

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Das KTI Projekt

digi4.0
Services-Geschaeftsmodelle DIGI 4.0 klein

Die Forschungspartner der HTW Chur und der Universität St.Gallen, der Hauptumsetzungspartner Zellweger Management Consultants und die drei Anwendungspartner Trumpf Laser Marking Systems, Schöttli AG und United Grinding definieren gemeinsam relevante Industrie 4.0 Dimensionen, um darauf aufbauend ein unternehmensspezifisches Verständnis abzuleiten. In der zweiten Phase werden Industrie 4.0 Ideen erarbeitet. Diese beziehen sich auf intelligente Produkte, Dienstleistungen und/oder Geschäftsmodelle und verfolgen das Ziel neue Nutzenpotenziale zu generieren (Kundennutzen oder Effizienzvorteile). Die dritte Phase umfasst die Konkretisierung der Ideen, indem die zur Umsetzung der Industrie 4.0 Ideen relevanten Massnahmen erarbeitet werden. Zu berücksichtigen sind einerseits die notwendigen Technologien (z.B. Sensoren zur Vernetzung der Fertigungsmaschinen), Prozesse und Fähigkeiten (z.B. Datenanalyse). Weiter sind Managementaktivitäten zu planen, welche für die erfolgreiche Umsetzung der Massnahmen zentral sind.

 

Die zur Umsetzung der Industrie 4.0 Ideen entwickelten Massnahmen beeinflussen sich gegenseitig. So bildet beispielsweise die Sensorik die Grundlage zur Datengenerierung, Sammlung und Auswertung. Dies wiederum bildet Möglichkeiten zum Anbieten neuer Dienstleistung oder gar Geschäftsmodellen. Diese Abhängigkeiten werden in der dritten Phase des KTI Projekts eruiert um aufzuzeigen, wo die Anwendungspartner ihren Industrie 4.0 Journey beginnen.

 

Die gewonnenen Erkenntnisse fliessen in die Industrie 4.0 Roadmap ein. Während die Ergebnisse der Industrie 4.0 Innovationen und die dazugehörigen Massnahmen unternehmensspezifisch sind, fliessen die Erkenntnisse über die Abhängigkeiten der Massnahmen in eine Managementmethodik, mit welcher weitere Schweizer Industrieunternehmen auf dem Industrie 4.0 Weg unterstützt werden.

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Steckbrief

KTI Projekt: 

Digitalisierung und Vernetzung der Wertschöpfungskette: strategische Roadmap

 

Forschungspartner: 

HTW Chur, Schweizerisches Institut für Entrepreneurship (SIFE)

Universität St.Gallen, Institut für Technologiemanagement

 

Hauptumsetzungspartner:

Zellweger Management Consultants

 

Anwendungspartner:         

Schöttli AG

Trumpf Laser Marking Sysems

United Grinding

 

Finanzierung:

Kommission für Technologie und Innovation (KTI), Enabling Sciences

 

Dauer:

27.01.2016 – 26.10.2017 (21 Monate)

 

Kontakt:          

Prof. Dr. Patricia Deflorin

patricia.deflorin@htwchur.ch

0041 81 286 37 56

 

Fachkontakte

Projektleitung:

Deflorin Patricia, Prof. Dr. oec HSG
Tel. +41 81 286 37 56
Fax +41 81 286 39 51
patricia.deflorin@htwchur.ch
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Cartwright Julie , MSc in Business Administration
Tel. +41 81 286 37 70
Fax +41 81 286 39 51
julie.cartwright@htwchur.ch
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Forster Michael, Master of Science BA, Dipl. Betriebsökonom FH, Gemeindevorstand in Felsberg
Tel. +41 81 286 24 09
Fax +41 81 286 39 51
michael.forster@htwchur.ch
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Schillo Katrin, Dr. rer. pol.
Tel. +41 81 286 37 34
Fax +41 81 286 39 51
katrin.schillo@htwchur.ch
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Ziltener Andreas, Prof., Dr. oec. HSG
Tel. +41 81 286 39 73
andreas.ziltener@htwchur.ch
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Blogbeitrag: 4. Industrielle Revolution

Prof. Dr. Patricia Deflorin, Projektleiterin dieses KTI-Projekts, zeigt im neusten Blogbeitrag, warum sich (fast) alles um Industrie 4.0 dreht.