Pgb MINT, Aufbau eines nationalen Netzwerks zur Förderung der MINT-Bildung - hochschultypenübergreifende Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen

Mit dem Aufbau eines nationalen Netzwerks zur Förderung der MINT-Bildung wird die Zusammenarbeit von Personen aus pädagogischen und technischen Hochschulen bei der Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen in den Fokus gerückt. Eine solche hoch-schultypenübergreifende Kooperation mit Partnerinstitutionen aus verschiedenen Landesteilen ist in der Schweiz bisher einzigartig. Durch Bündelung des Know-Hows von Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen werden die notwendigen Strukturen geschaffen, um gemeinsam Gefässe (z.B. Lehrveranstaltungen oder CAS) für die Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonal in MINT-Fächern zu entwickeln und bereitzustellen. Im Fokus stehen die obligatorischen Schulstufen (Kindergarten bis 9. Schuljahr). Der gendergerechten Vermittlung der Inhalte wird besondere Beachtung geschenkt. So kann nicht nur ein entscheidender Beitrag geleistet werden zur Sicherung des (vor allem auch weiblichen) Nachwuchses für MINT-Studiengänge und -Berufe, sondern auch zur generellen Aufwertung der MINT-Bildung in der obligatori-schen Schule sowie zur Steigerung des Interesses von Lehrpersonen, Kindern und Jugendlichen an MINT-Themen. Den beteiligten Institutionen ist es dabei wichtig, nicht nur die mathematische und naturwissenschaftliche, sondern insbesondere auch die technische und informatische Bildung zu fördern.

Projektziele

In Zusammenarbeit mit der PHGR erarbeitet die HTW Materialien, die in der Ausbildung an PH's zum Unterthema algorithmisches Denken eingesetzt werden sollen.

Dabei ist algorithmisches Denken keineswegs auf die Informatik oder Computer und Mathematik beschränkt. Auch Vorgänge wie das Erstellen eines Rezeptes (und dessen Befolgen) oder das Pflegen eines Gartens haben viel mit algorithmischen Vorgehensweisen zu tun. Insofern durchdringen Algorithmen unser Leben tagtäglich, allerdings meist ohne in das Bewusstsein zu dringen. Bewusstes algorithmisches Denken, problemorientiertes Vorgehen und zielgerichtetes Lösen von Herausforderungen sind zentrale Anforderungen im Bereich der MINT-Anwendungen.

Das Destillieren von Strukturen, Filtern, Sortieren, Bewerten von Sachverhalten und den Vorgängen dahinter soll mit Lehramts-Studierenden so geschult werden, dass diese Spass daran haben, die Wichtigkeit verstehen und diese Haltung dann in die Primarschulen weitertragen können und wollen, damit das strukturierte Vorgehen, das dem algorithmischen Denken zugrunde liegt, auch bei den Schülerinnen und Schülern positiv aufgenommen und verinnerlicht wird.

Projektdauer

Januar 2017 - Dezember 2020

 

Projektteam

  • Prof. Martin Studer, Prorektor und Mitglied der HSL
  • Prof.-Dr. Ulrich Hauser-Ehninger, Institut für Photonics und ICT der HTW Chur (IPI)

 

Finanzierung

Ein Projekt der Swissuniversities