Institut für Bauen im alpinen Raum (IBAR) - HTW Chur

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Institut für Bauen im alpinen Raum (IBAR)

Institut auf einen Blick

Im alpinen Lebensraum sind Bauwerke und deren Umgebung aufgrund von klimatischen Bedingungen und Naturgefahren extremer Belastungen ausgesetzt als anderswo. Auch sind die klimatischen und topografischen Voraussetzungen während der Bauphase anspruchsvoller und die Distanzen oft gross. Zum anderen finden sich vor Ort spezifische Baumaterialen wie Holz sowie Bodenverhältnisse deren Potenzial in der Bautechnik noch nicht erschöpft ist und die weiter erforscht werden müssen.

Hier gehen wir den Fragen nach, welche Bauten im alpinen Raum historisch gewachsen sind, welche Baulösungen und -systeme nachhaltig sind und sich unter den spezifischen Bedingungen in den Alpen bewähren, und welche Einflüsse durch Naturgefahren vermieden bzw. kontrolliert werden können.

Darüber hinaus beschäftigen wir uns mit gestalterischen Fragen zur nachhaltigen Erhaltung alpiner Dorfbilder, um den Tourismus im alpinen Raum dauerhaft attraktiv zu machen. Wir analysieren Architekturtrends und verbinden sie mit alpinen Dorfbildern mit einem kritischen Blick auf deren historische Entstehung und sinnstiftende, zukünftige Weiterentwicklung der Zukunft.

Kompetenzen

Aufgrund der Lage der HTW Chur inmitten der Alpen und der spezifischen Fragestellungen, mit denen ein Bergkanton wie Graubünden konfrontiert ist, fokussiert das Institut für Bauen im alpinen Raum seine praxisorientierten Projekte und Zielsetzungen auf den Alpenraum.

Zu den besonderen Schwerpunkten der Forschung gehören ingenieurtechnische und architektonische Fragen wie die Erstellung von Infrastrukturbauten und Schutzbauwerken im Gebirge oder die Sanierung alter Bausubstanz. Wichtig ist zudem die Suche nach anspruchsvollen Baulösungen und Siedlungsgestaltungen, die den Ingenieurbedürfnissen im Berggebiet, der regionalen Architektur und den Besonderheiten der alpinen Landschaft gerecht werden.

Das IBAR ist auf anwendungsorientierte Forschung und Dienstleistung spezialisiert und bearbeitet den Forschungsschwerpunkt «Bauen im alpinen Raum». Darin werden die folgenden Forschungsfelder verfolgt:

Angebot

Das Team des instituts für Bauen im alpinen Raum (IBAR) besteht aus Architektinnen/Architekten, Bauingenieurinnen /Bauingenieuren, Geologinnen/Geologen und Umweltingenieurinnen /Umweltingenieuren. Unsere Forscherinnen und Forscher entwickeln und liefern Baulösungen und Baumaterialien mit einem klaren Fokus auf alpine Räume. Da Bauten in den Alpen extremeren Belastungen aufgrund von klimatischen Bedingungen und Naturgefahren ausgesetzt sind, entwickelt unser Team neue Baumethoden und Baulösungen, die den anspruchsvollen Anforderungen alpiner Räume gerecht werden. Ganz speziell im Bereich der Siedlungsplanung und Ortsbildentwicklung sind unsere Forscherinnen und Forscher regional und international gefragt. Sie analysieren Raumkonzepte und historische Entwicklungen von Dörfern und Städten in den Alpen, um Visionen und Leitbilder für deren zukünftige Entwicklung aufzuzeigen. Im Bereich der alpinen Infrastrukturbauten entwickeln unsere Forschenden konkrete Baulösungen –  zum Beispiel zur Hemmung bzw. Vermeidung von Rutschungen und Steinschlag oder zur Optimierung von Wasserfassungen bei Wasserkraftwerken.

Im Rahmen seiner Dienstleistung erarbeitet das Institut Expertisen und Machbarkeitsstudien für Projekte und Projektideen in den Bereichen Architektur und Bauingenieurwesen. Oft werden solche Projekte als Semesterarbeiten in den betreffenden Studienangeboten umgesetzt. Dadurch bleibt der Praxisbezug gewährleistet und die Auftraggeberin bzw. der Auftraggeber erhält mehrere Projektvarianten.

Das IBAR bietet im Kanton Graubünden Architekturführungen für Privatpersonen, in- und ausländische Hochschulen sowie öffentliche Institutionen an. In Chur werden die Architekturführungen in Zusammenarbeit mit Chur Tourismus durchgeführt.

Studienangebote

Das Bachelorstudium Architektur und das Bachelorstudium Bauingenieurwesen verstehen sich als Grundausbildung für den Beruf «Architektin/Architekt» bzw. «Bauingenieurin/Bauingenieur». Beispiele für im Unterricht behandelte Themen sind Umwelt und Klima, dezentrale Besiedlung und Regionalplanung sowie Infrastrukturerhalt und touristische Ortsbilder.

Bachelorstudium Architektur

Werden Sie Architektin oder Architekt! Durch Vorlesungen, Demonstrationen an Modellen, Projektarbeiten und Exkursionen eignen Sie sich Wissen in Themenbereichen wie Bau- und Kulturgeschichte sowie Siedlungsplanung und Städtebau an.
Studierende des Bachelorstudiums Bauingenieurwesen der HTW Chur auf einer Brücke

Bachelorstudium Bauingenieurwesen

Als Bauingenieurin oder Bauingenieur stehen Ihnen spannende Tätigkeiten im Hoch- und Tiefbau zur Wahl. Im Studium befassen Sie sich mit der Projektierung von Brücken, Strassen, Gleisen und Tunnels bis hin zur Energiegewinnung durch Wasserkraft und zur Konstruktion von Bauten gegen Steinschlag.
Arbeitsunterlagen für den Baupraxiskurs

Baupraxiskurs

Bereiten Sie sich auf ein Bachelorstudium Architektur oder Bauingenieurwesen vor! Angehenden Studierenden ohne Zeichnerlehre wird praktikumsergänzend ein Baupraxiskurs im Umfang eines halben Tages pro Woche empfohlen. In diesem Kurs beschäftigen Sie sich mit dem technischen Zeichnen und mit Baumaterialien.

Weiterbildungsangebote

In der Weiterbildung kooperieren wir mit anderen Fachhochschulen für den MAS in nachhaltigem Bauen (EN Bau), in dessen Rahmen wir das CAS Weiterbauen am Gebäudebestand anbieten. Das CAS Strassenprojektierung hat sich seit 2016 etabliert. Weitere Kurse werden nach Bedarf angeboten.

 

Restaurierung Verwaltungsgebäude der Rhätischen Bahn in Chur, Jahr 2015-2017

MAS in nachhaltigem Bauen

Gut bauen heisst nachhaltig bauen: bauphysikalisch richtig, gut gestaltet, sozial auf breiter Grundlage und energieeffizient. Der MAS in nachhaltigem Bauen wird in Kooperation von fünf Hochschulen aus der Deutschschweiz angeboten.

Module aus dem CAS Strassenprojektierung

Das geplante Certificate of Advanced Studies (CAS) Strassenprojektierung richtet sich an projektierende Mitarbeitende von Ingenieurbüros, an Verkehrsingenieurinnen und -ingenieure, Unternehmerinnen und Unternehmer, öffentliche Bauherrschaften von Bund und Kantonen sowie Mitarbeitende der Bauämter von Städten und Gemeinden.

CAS Weiterbauen am Gebäudebestand

Bilden Sie sich weiter im Umgang mit dem Bauen im Bestand! In dieser Architekturweiterbildung beschäftigen Sie sich mit Denkmalpflege und Energie und mit dem Erhalten und Umbauen als Prozess. Das CAS kann als Teil des MAS EN Bau angerechnet werden.
Baustelle in Graubünden

Fachkurs Bauleitung

Der Fachkurs Bauleitung vermittelt in zehn Terminen die Grundlagen der Bauleitung. Am Ende des Kurses beherrschen Sie die Überwachung der Kosten, der Termine und der Ausführungsqualität auf der Baustelle. Bei einer Exkursion zu einer Grossbaustelle lernen Sie auch die praktische Seite kennen.

Labore

In unserer Modellwerkstat stellen wir Modelle in den Bereichen Architektur, Design und Bauingenieurwesen her. Das Arbeiten in unserer professionell geführten und modern eingerichteten Modellwerkstatt ist ein integraler Bestandteil der Fachhochschulausbildung im Bachelorstudium Architektur und Bachelorstudium Bauingenieurwesen.

Im Baulabor werden einerseits Materialversuche als Anschauungsunterricht für Studierende durchgeführt, andererseits steht das Labor den Forschenden des Instituts für Bauen im alpinen Raum (IBAR) zur Verfügung, was auch Dienstleistungen für die regionale Wirtschaft und für öffentliche Auftraggeber beinhaltet.

Balken brechen im Baulabor

Baulabor

Das Baulabor ist ein Dienstleistungsangebot, das sich an Unternehmen, öffentliche Institutionen und Privatpersonen richtet, wobei Materialprüfungen – nach Norm oder ausserhalb der Norm – an Baustoffen (Beton, Holz, Stahl etc.) sowie Versuche an Tragwerken ausgeführt werden.
Modell der HTW Chur Modellwerkstatt

Modellwerkstatt

In der Modellwerkstatt haben die Studierenden die Möglichkeit, ihre eigenen Modelle unter fachkundiger Betreuung herzustellen und den Modellbau im Unterricht zu erlernen. Mit unseren Dienstleistungen stehen wir auch externen Auftraggebern zur Verfügung.

Projekte

Es gibt verschiedene Formen der Zusammenarbeit, seien es Forschungsprojekte, Dienstleistungen oder Studierendenprojekte. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf – wir unterstützen Sie gerne bei Ihren Projekten.

Nachstehend finden Sie eine Auswahl unserer aktuellen Projekte.

Partnerschaften

Mitgliedschaften

  • Verband Gute Bauten Graubünden
  • SIA Sektion Graubünden
  • Deutsche Gesellschaft für Geotechnik (DGGT)
  • Schweizerischer Verband für Geokunststoffe (SVG)
  • VLP-ASPAN

Kontakt

HTW Chur
Hochschule für Technik und Wirtschaft
Institut für Bauen im alpinen Raum (IBAR)
Pulvermühlestrasse 57
7004 Chur
Schweiz

Telefon:   +41 81 286 24 83
E-Mail:     ibar@htwchur.ch

Institutsleitung

Lifa Imad
Prof. Dr. Ing. TU/SIA, MBA
Telefon : +41 81 286 24 83