Sechs Prinzipien - HTW Chur

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Sechs Prinzipien

Sechs Prinzipien

Prinzip 1

  • Zweck: Wir wollen die Fähigkeiten unserer Studierenden entwickeln, dauerhaften Wert für Unternehmen und für die Gesellschaft im Ganzen zu erzeugen und für eine einbeziehende und nachhaltige Weltwirtschaft zu arbeiten.
  • Bsp.: Cambiela (ehem. Global Brigades Chur): Studierende der HTW Chur engagieren sich im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit. Sie werden diesen Sommer zum 4. Mal für ein Projekt nach Afrika reisen.
  • Bsp.: Students for Society: Studierende der HTW Chur engagieren sich für nachhaltige Projekte mit unternehmerischem Hintergrund. Sie denken global, handeln aber lokal und unterstützen von Armut betroffene Menschen in der Schweiz.

 

Prinzip 2

  • Werte: Wir wollen in unsere akademischen Aktivitäten und in unsere Curricula die Werte der globalen gesellschaftlichen Verantwortlichkeit einbeziehen wie sie in internationalen Initiativen wie dem United Nations Global Compact dargestellt sind.
  • Bsp.: MAS in nachhaltigem Bauen (Partnerinnen: Hochschule Luzern, Fachhochschule Nordwestschweiz, Berner Fachhochschule, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften): Ausbildungsblöcke zu den Themen Energie und Nachhaltigkeit im Bauwesen, mit den Vertiefungsrichtungen Architektur, Energie & Technik, Prozess & Management.
  • Bsp.: CAS Outdoorsport Management (Partnerinnen: Höhere Fachschule für Tourismus Graubünden, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften): Die nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen für Tourismus und Freizeit stehen im Vordergrund.

 

Prinzip 3

  • Methode: Wir wollen Rahmenbedingungen, Materialien, Prozesse und ein Umfeld für die Ausbildung schaffen, die wirksame Lernerfahrungen für verantwortungsvolle Unternehmensführung ermöglichen.
  • Bsp.: San Bernardino: Die Entwicklung eines nachhaltigen Destinationsmodells in einem systemischen Forschungsansatz haben sich Studierende des Bachelor-Studienganges Tourismus (Minor Sustainable Tourism Management) zu ihrem Lernthema gemacht. Basierend auf Vorlesungen, Beiträgen aus verschiedenen Gastreferaten, Literatur- und Internetrecherchen sowie einer Exkursion nach San Bernardino und Diskussionen mit dem Tourismusdirektor, haben die Studierenden dazu beigetragen, völlig neue Ideen für San Bernardinos wirtschaftliche Zukunft innerhalb des ersten Moduls zu entwickeln. Zudem hat eine Studentin für ihre Diplomarbeit im Master-Studiengang Business Administration Major Tourism mehr als 20 lokale und regionale Tourismusakteurinnen und -akteure befragt, um das Potenzial für ein Crowdfunding des Confin-Skigebietes zu analysieren. Partner: San Bernardino Tourismus, Gemeinde Mesocco, Amt für Wirtschaft und Tourismus Graubünden
  • Bsp.: Korruptionsprävention: Kommission für Technologie und Innovation (KTI) Projekt (2014), in welchem Forschung (Befragung 510 international tätiger Schweizer Firmen), wirtschaftlicher Nutzen (Tool & Methodik zur Korruptionsprävention) mit der Lehre (Methodik & Tool zur Korruptionsprävention wird im Bachelor-Studiengang Betriebsökonomie im Modul Wirtschaftsethik und im Master-Studiengang Business Administration im Modul Corporate Responsibility angewendet) schön kombiniert werden konnte. Partner: Siemens Schweiz AG, Tata Interactive Systems AG

 

Prinzip 4

  • Forschung: Wir wollen uns in grundlegender und in empirischer Forschung engagieren, die unsere Erkenntnisse über die Rolle, Dynamik und Wirkung von Unternehmen bei der Schaffung von nachhaltigen gesellschaftlichen, ökologischen und ökonomischen Werten verbessern.
  • Bsp.: «Korruption» als wichtiges Thema im Schwerpunkt «Internationalisierung». Allein im Jahr 2014 wurdr dazu an sieben Forschungsprojekten gearbeitet, davon zwei von der KTI unterstützte.
  • Bsp.: UN-Arbeitsgruppe Anti-Korruption: Aufgrund der Kompetenz zum Thema Korruption, wurde die HTW Chur in diese Arbeitsgruppe unter dem Dach UN PRME berufen, welche sich zuletzt im Dezember 2014 in New York zum 10. Jubiläum traf.

 

Prinzip 5

  • Partnerschaft: Wir tauschen uns aus mit Managern von Unternehmen, um unser Wissen über die Herausforderungen zu erweitern, denen sie bei der Erfüllung von gesellschaftlicher und ökologischer Verantwortung begegnen und um gemeinsam wirksame Vorgehensweisen zu erkunden, wie diesen Herausforderungen begegnet werden kann.
  • Bsp.: Sustainable Mountain Tourism Alliance: Im Rahmen eines internationalen Symposiums im Januar 2015 an der HTW Chur wurde diese neue globale Allianz für Nachhaltigkeit im Alpentourismus gegründet. Ein gemeinsamer Standard soll erreicht werden, wie Nachhaltigkeit gemessen, gekennzeichnet und kommuniziert werden kann. Am Symposium nahmen u. a. Vertreter und Vertreterinnen folgender Unternehmen/Organisationen teil: der Bürgermeister von Servoz/Charmonix-Valley (Frankreich) sowie der Direktor der Europäischen Vereinigung der Bürgermeister in Berggemeinden, der Stadtpräsident von Chur, TripAdvisor (D), Weisse Arena Gruppe, Vail Resorts (USA), Dolomiti Superski (Italien), Travelife (UK), Seilbahnen Schweiz

 

Prinzip 6

  • Dialog: Wir wollen Dialog und Diskussion über Streitfragen im Zusammenhang mit globaler gesellschaftlicher Verantwortung und Nachhaltigkeit ermöglichen und unterstützen zwischen Lehrenden, Unternehmen, Regierung, Konsumentinnen und Konsumenten, Medien, Organisationen der Zivilgesellschaft und anderen interessierten Gruppen und Stakeholdern.
  • Bsp.: «It’s a plastic world»: Der Film «It‘s a plastic world» von Andreas Tanner ist Teil seiner Bachelorarbeit zum Thema «Die Auswirkungen des computergenerierten Sensibilisierungsfilms auf den Zuschauer». Andreas Tanner studierte Multimedia Production und schloss im Jahre 2014 mit der Bestnote seines Jahrgangs ab. Am Kuala Lumpur Eco Film Festival 2014 wurde Tanner für sein Werk mit dem ersten Platz in der Kategorie Animation belohnt.
  • Bsp.: Lernzentrum Kambodscha: Ein Professor der HTW Chur hilft mit der Erarbeitung eines Businessplanes, ein selbsttragendes Lernzentrum in Kambodscha aufzubauen. Es ermöglicht der lokalen Bevölkerung nachhaltig Zugang zu Büchern und Bildung. Partner: BWM-Stiftung, Bookbridge Capability Program.