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Hochschulrat der HTW Chur fokussiert auf schnelle Umsetzung des Hochschulzentrums

16. August 2018

Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur, Hauptgebäude, Pulvermühlestrasse 57
Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur, Hauptgebäude, Pulvermühlestrasse 57

Die Regierung des Kantons Graubünden empfiehlt dem Grossen Rat, dem Bau eines Hochschulzentrums an einem einzigen Standort zuzustimmen. In Anbetracht der Studierendenbedürfnisse sowie der Wettbewerbssituation hatte die Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur eine Zwei-Standort-Strategie favorisiert. Im Interesse einer raschen Umsetzung unterstützt der Hochschulrat den Regierungsentscheid. Er hält aber fest, dass das Hochschulzentrum unabhängig von einem allfälligen Innovationszentrum geplant und umgesetzt werden soll.

Der Hochschulrat der HTW Chur ist enttäuscht über den Entscheid der Regierung des Kantons Graubünden, dem Grossen Rat den Bau eines Hochschulzentrums ausschliesslich am heutigen Hauptstandort Pulvermühlestrasse zu empfehlen. In Anbetracht der Dringlichkeit einer raschen Umsetzung des längst überfälligen Hochschulzentrums für die Weiterentwicklung der HTW Chur und des Kantons Graubünden unterstützt der Hochschulrat aber die Standortempfehlung der Regierung. Aus strategischer Sicht muss die HTW Chur endlich hochschulwürdige Räumlichkeiten erhalten, um im immer härteren Wettbewerb um Studierende und Forschungsprojekte bestehen zu können. Nur eine prosperierende Hochschule kann der Talentabwanderung und dem demographischen Rückgang in der Region entgegenwirken. So kann sie ihren Beitrag zum von der Wirtschaft dringend geforderten Brain Gain leisten und dabei auch zukünftig als attraktive Arbeitgeberin agieren.

Bedürfnisse der heutigen und zukünftigen Studierenden
Der Hochschulrat der HTW Chur ist davon ausgegangen, dass die Erkenntnisse der «Potenzialanalyse zum Standort Hochschulzentrum», welche die Regierung in ihrer Mitteilung vom 28. September 2017 erwähnte, in die aktuelle Standortempfehlung der Regierung einfliessen. Aus der Potenzialanalyse ging klar hervor, dass eine Zwei-Standort-Strategie mit einem Hauptstandort Neumühle und einem zusätzlichen Standort Pulvermühle am aussichtsreichsten sei. Diese Zwei-Standort-Strategie wurde vom Hochschulrat unterstützt, da sie die strategische Weiterentwicklung des Bildungs- und Forschungsstandorts Graubünden am stärksten fördert.

Die HTW Chur steht bereits heute in einem grossen Wettbewerb mit anderen Bildungs- und Forschungsinstitutionen sowohl im In- und Ausland. Dieser Wettbewerb verschärft sich laufend sowohl mit der demographischen Entwicklung als auch den Veränderungen in der Fachhochschule Ostschweiz. Aufgrund ihrer schweizweit einmaligen sowie innovativen Studienangebote zieht die HTW Chur viele ausserkantonale Studierende (heute über 80 Prozent) an. Diese nationalen Studienangebote ermöglichen erst das Halten der Studienangebote mit vermehrt regionalem Fokus. Studierende wünschen, ihr Studium in hochschulwürdigen Räumlichkeiten in einem belebten Zentrum absolvieren zu können. Viele Hochschulbauten der Schweiz wurden in nächster Gehdistanz zu einem öV-Hauptknotenpunkt erstellt. Die Fachhochschule in Graubünden muss entsprechend nationalen und internationalen Ansprüchen an die Qualität, die Betreuung, die Forschung sowie die Erreichbarkeit genügen, um auch zukünftig in diesem Wettbewerb erfolgreich zu bestehen.

Zukünftiges Innovationszentrum unabhängig von der HTW Chur
Für den Hochschulrat der HTW Chur ist eine Zusammenarbeit mit einem zukünftigen Innovationszentrum wichtig und sinnvoll. Gleichzeitig bekräftigt er, dass ein mögliches Innovationszentrum des Kantons Graubünden weder physisch noch organisatorisch an die Hochschule angegliedert werden soll. Ein erfolgreiches Innovationszentrum muss aus Sicht des Hochschulrats zwingend an die Wirtschaft gekoppelt sein. Ausserdem hält der Hochschulrat fest, dass das Institut für Bauen im alpinen Raum (IBAR) der HTW Chur ein integraler Erfolgsfaktor der Hochschule ist. Somit soll auch zukünftig dieses Institut vollumfänglich organisatorisch als auch standortmässig an der Fachhochschule in Graubünden verbleiben. Als Vollmitglied der Academia Raetica ist es für die HTW Chur selbstverständlich, im Sinne der Umsetzung der kantonalen Hochschul- und Forschungsstrategie eng mit allen Institutionen dieser Dachorganisation der wissenschaftlichen Forschung und Lehre in Graubünden zusammenzuarbeiten, wie sie dies bereits heute mit Freude tut. Die Weiterentwicklung der HTW Chur zugunsten des Kantons soll zukünftig verstärkt unter Einbezug aller hauptsächlich Beteiligten vorangetrieben werden.

Weitere Auskünfte

Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur

Die Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur ist eine innovative und unternehmerische Fachhochschule mit rund 1700 Studierenden. Sie bildet verantwortungsvolle Fach- und   Führungskräfte aus. Als regional verankerte Fachhochschule überzeugt die HTW Chur mit ihrer persönlichen Atmosphäre über die Kantons- und Landesgrenze hinaus. Mit ihrer angewandten Forschung trägt sie zu Innovationen, Wissen und Lösungen für die Gesellschaft bei. Die HTW Chur bietet Bachelor-, Master- und Weiterbildungsangebote in Architektur, Bauingenieurwesen, Digital Science, Management, Multimedia Production, Photonics, Technik sowie Tourismus an. Die HTW Chur betreibt in allen Disziplinen angewandte Forschung und Entwicklung, führt Beratungen durch und bietet Dienstleistungen an. Die institutionelle Akkreditierung nach HFKG und die Labels «Recognised for Excellence» mit vier Sternen im EFQM-Modell sowie ISO 9001 und ISO 29990 bilden eine wichtige Basis der ganzheitlichen Entwicklung der Fachhochschule. Die Fachhochschule aus Graubünden ist seit dem Jahr 2000 Teil der FHO Fachhochschule Ostschweiz. Bereits 1963 begann die Geschichte der HTW Chur mit der Gründung des Abendtechnikums Chur. htwchur.ch